Mittelschule Perlesreut

Schulstraße

94157 Perlesreut

Tel.: 08555/317

Elternbrief zur Berufsorientierung in den Klassen 7-9  (ab 2011/12)

Sehr geehrte Eltern,

im Rahmen der Neuausrichtung der Mittelschule erhält die Berufsorientierung einen erhöhten Stellenwert. Durch die Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft und der Berufsschule wissen wir, dass unsere Unterrichtsarbeit eine grundlegende Allgemeinbildung sowie ein solides Grundwissen in den Kernfächern erzeugen muss, dass die Sekundärtugenden ausgebildet werden müssen (z.B. Leistungsbereitschaft, Ordnung, Sauberkeit, Höflichkeit…) und dass die praktischen Fertigkeiten  und Talente unserer Schüler entfaltet werden müssen.

Unsere Schule bereitet also schwerpunktmäßig auf Ausbildungsberufe in Dienstleistung und  Handel sowie im gewerblich technischen Bereich vor. Natürlich haben wir immer „auch Luft nach oben“, d.h. die absolute Spitze unserer (Quali-)Schüler wir so gefördert, dass der Übergang in die Mittlere-Reife- Klassen nach Freyung nachweislich gelingt. Mit Unterstützung durch die Arbeitsagentur in Passau  (Sprechstunden immer montags an unserer Schule), ebiz, Eltern  und Gemeinde haben wir es in den letzten Jahren geschafft, Ausbildungsverhältnisse fast zu 100% zu ermöglichen.

Sie wissen auch, dass ein guter Berufsabschluss in Verbindung mit dem Quali und dem Nachweis befriedigender Englischkenntnisse den mittleren Schulabschluss  bringt. Über die Schiene Berufsoberschule oder Meisterkurs ist auch sogar noch das Studium für Leistungsspitzen möglich, falls „der Knopf später aufgeht“ und sich eine besondere Motivation einstellt.

Der Berufsorientierung liegt ab der  7. Jahrgangsstufe ein neues Konzept zu Grunde:

7. Klasse:  Leitfach  Arbeit/Wirtschaft/Technik;  Grundausbildung in den arbeitspraktischen Fächern Wirtschaft, Technik und Soziales mit je zwei Wochenstunden;  Stärken-Schwächen-Analyse  jedes Schülers durch den Partner „ebiz“, die als Grundlage für die die Berufswahl dient; drei  achtstündige Praxistage in Lehrwerkstätten außerhalb der Schule in drei verschiedenen Berufsfeldern;  Angebot von freiwilligen monatlichen Praxiskursen (Metall, Altenpflege…); Grundausbildung im Tastschreiben in den Jahrgangsstufen 5 und 6 mit je einer Wochenstunde.

8.Klasse: Leitfach Arbeit/Wirtschaft/Technik; Spezialisierung auf ein arbeitspraktisches Fach (Wirtschaft oder Technik oder Soziales) mit  vier Wochenstunden; Vorbereitung auf die sog. Projektprüfung, Betriebserkundungen,  drei  jeweils einwöchige Betriebspraktika, Projekt „Ehrenamt“, das vielfach eine berufliche Komponente aufweist;  Angebot von freiwilligen Praxiskursen (1x im Monat).

9. Klasse: Leitfach Arbeit/Wirtschaft/Technik, Ausbau der Spezialisierung  des in der 8. Klasse gewählten arbeitspraktischen Faches (Wirtschaft oder Technik oder Soziales) mit vier Wochenstunden, Betriebserkundungen, Angebot von freiwilligen  monatlichen  Praxiskursen (Metall, Altenpflege…); der bisherige qualifizierende Hauptschulabschluss im Fach AWT und dem gewählten arbeitspraktischen Fach wird durch die für alle Abschlussschüler verbindliche Projektprüfung (§54 VSO) ersetzt.

Was ist eine Projektprüfung?

a)      In einer Mischung aus selbstständiger praktischer Arbeit und teambestimmten Arbeitsphasen wird ein Produkt erstellt:  im Fach Wirtschaft z.B. eine Schuhablage aus Holz, im Fach Wirtschaft z.B. ein Flyer oder im Fach Soziales z.B. ein bayerisches Buffet anlässlich einer Schulveranstaltung. Das Team, in dem ein Schüler arbeitet, wird zusammengelost.

b) Das Produkt wird im Team präsentiert.

c)       Jeder Schüler muss eine Projektmappe am Ende des Projekts vorlegen, in der  jeder Arbeitsschritt dokumentiert  wird, von der Aufgabenstellung über die Planung bis hin zur Fertigstellung des  Produkts .

d)      Bewertung: Bewertet werden die gesamten beobachtbaren Einzelleistungen des Prüflings während des Projektes  durch zwei Lehrkräfte mittels eines  Bewertungsbogens sowie die Projektmappe  ( individuell  erstelltes Produkt ergibt  50% der Projektnote, die Präsentation 30% und die Projektmappe 20%).

e)      Zeitrahmen: Die Schüler haben für die Projektprüfung eine Wochenzur Verfügung, in der sie die betreuende Lehrkraft auch zwischendurch in sog. „Schalterstunden“ um Rat fragen können. Ein Übungsprojekt  läuft in der Zeit vom 07. Dezember bis zum 21. Dezember 2011, die Projektprüfung im Rahmen des qualifizierenden Hauptschulabschlusses findet zwischen Ostern und Pfingsten 2012 statt.

f)       Besonderheiten: Die Schüler müssen mit  einem festgelegten Budgetbetrag das Material selbst  bzw. in der Gruppe besorgen und eine Kostenkalkulation erstellen. Die selbstständige Materialbeschaffung ist über den  GUV  abgesichert.

Für weitere Fragen stehen Ihnen die Klassenlehrer  und die Schulleitung gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

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(Franz HUrzlmeier, Rektor